5 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich nach Finnland gereist bin

Nichts geht über persönliche Erfahrungen!

Tipps aus dem Internet sind zwar gut und schön, wer garantiert einem aber, dass die Behauptungen stimmen? Bevor ich für ein halbes Jahr nach Finnland gegangen bin, hätte ich gerne mit ein, zwei Leuten gesprochen, die das Land bereits erlebt und bereist haben. Nichts geht über persönliche Erfahrungen und Ratschläge. Also stand ich da, völlig ratlos und komplett überfragt, wie ich meinen Koffer packen soll, ob ich genügend warme Sachen dabei habe aber gleichzeitig auch ausreichend Sachen für den Sommer. Das war was, sag ich euch. Ob ich mit meinem Gepäck am Ende richtig lag, seht ihr wenn das Licht angeht. Nein, Spaß!! Lest einfach weiter.

Ich gebe euch 5 Dinge mit auf den Weg, die ich mir gewünscht hätte zu wissen, bevor ich in das wunderschöne Land gereist bin. Natürlich bekommt ihr mit der Zeit mit, wie der Hase läuft – also keine Panik. Trotzdem ist es immer gut, sich auf Dinge einstellen zu können. Viel Spaß beim Lesen!

1. Flosse raus!

Mit meinem ersten Tipp verbinde ich eine schmerzhafte Erfahrung, die mich viel Zeit und Nerven gekostet hat. Gleichzeitig finde ich diese Lösung zeitsparend, einfach und logisch – wie die Finnen halt sind! An meinen ersten Tagen stand ich mit anderen Erasmus Student*innen an der Bushaltestelle, um meinen Bus zur Uni zu nehmen. Es war Februar und echt unnormal kalt und ich war froh, endlich den Bus zu sehen. Anstatt jedoch anzuhalten und uns mitzunehmen, fährt er einfach an uns vorbei. Nach ein paar Fahrten haben wir dann schließlich mitbekommen, dass die Busse in Finnland nur halten, wenn wir unsere Hand ausstrecken und dem Busfahrer so ein Zeichen geben, dass wir auch wirklich dort mitfahren wollen. Also immer schön die Flosse raushalten!

Ein Bus in Finnland mit zugefrorener Scheibe.
Flosse raus!

2. Immer schön „Kiitos“ sagen

Wenn wir schon einmal beim Bus fahren sind – hier mein nächster Tipp. Die Finnen sind ein echt höfliches und nettes Völkchen. Wenn ihr also den Bus an eurer Haltestelle verlasst, vergesst nicht „Kiitos“ zu sagen. Das heißt Danke und wird von jedem durch den Bus gebrüllt, der an seiner Haltestelle aussteigt. Ich finde das eine echt nette Geste und es sollte viel mehr Länder geben, in denen das gemacht wird. Im Alltag sagen wir schließlich auch Bitte und Danke. Um ehrlich zu sein, fiel es mir jedoch bis zum Schluss schwer, durch einen vollen Bus zu brüllen. Ich denke, das liegt an meiner „Deutschheit“. Wenn ihr schon Lust bekommen habt, Finnland zu bereisen, dann schaut doch mal bei JoinMyTrip vorbei, wo ihr neben coolen Travel Buddies auch inspirierende Trips findet.

Eine grüne Bushaltestelle mit 2 Frauen in Finnland.
Immer schön „Kiitos“ sagen

3. Was ist schon Schlaf?!

Bei diesem Punkt geht es nicht um wilde Partynächte. Die hatten wir zwar auch, die haben uns aber bei weitem nicht so viel Schlaf geraubt wie die Helligkeit! Als wir eines nachts um ca. 4 Uhr aus dem Club kamen, dachten wir, jemand veralbert uns! Es war hell wie nachmittags um 14 Uhr! Uns sind die Augen ausgefallen und diesen Moment werde ich nie vergessen. Ab diesem Zeitpunkt gingen die schlaflosen Nächte los. Es ist nicht nur das Problem, dass wir nicht schlafen konnten, sondern das wir auch nie das Gefühl hatten, das jetzt Schlafenszeit ist. Mein Schlafrhythmus war wirklich eine Katastrophe. Am Nachmittag nach der Uni habe ich ein paar Stunden geschlafen, und nachts, wo ich eigentlich schlafen sollte, habe ich dann natürlich kein Auge zubekommen. Hätte ich eher gewusst, das es von Ende Mai bis Anfang August 24/7 hell ist, dann hätte ich mir wahrscheinlich eine angemessene Schlafmaske zugelegt. Aber naja, jetzt wisst ihr es zumindest!

Ein Steg mit vielen Gräsern der zu einem See führt in Finnland.
Was ist schon Schlaf?!

4. Finnland kann auch warm!

Klar, Finnland ist eines der nördlichsten Länder und bekannt für dessen eisigen und schneereichen Winter, aber es kann definitiv im Sommer auch heiß werden. Ich bin kein Experte, aber ich denke, der Klimawandel hat da auch einen Teil zu beigetragen. Ich hätte mir auf jeden Fall gewünscht, das mir jemand gesagt hätte, dass es dort im Sommer fast so warm wird wie bei uns in Deutschland. Als es dann nämlich Sommer wurde, waren die dünnen Sachen eher knapp. Ich muss dazu sagen, dass die dicken Sachen für den Winter aber auch echt viel Platz im Koffer geschluckt haben und ich daher an den Sommersachen sparen musste. P.S. Mein persönliches Highlight war das Midsummer Fest in Finnland. Ich möchte euch nicht zu viel verraten. Schließt euch einfach einem Trip mit JoinMyTrip an und erfahrt selbst, warum!

Ein Mann springt rückwärts in einen See in Finnland.
Finnland kann auch warm!

5. Die Antarktis ist weit weg

Der letzte Punkt ist mir sogar ein wenig unangenehm, aber vielleicht seid ihr am Ende umso dankbarer für den Tipp! Als ich mich zu Hause mit dicken Sachen ausgerüstet habe, sind auch die guten alten „Moon Boots“ im Koffer gelandet. Ihr denkt vielleicht an die, die bis zum Knöchel gehen, aber ich meine die Kniehohen. Diese liegen jetzt ungelogen und nur 2 mal getragen bei mir im Keller. Leute – Es reichen völlig normale Winterschuhe, wie ihr sie auch in jedem normalen Winterurlaub tragen würdet. Meine Freunde in Finnland haben sich echt lustig über mich gemacht, warum ich solche Schuhe mitgebracht habe bzw. das ich fast den gesamten Platz in meinem Koffer dafür verschwendet habe und sie doch nie getragen habe. Kauft euch also bloß nicht extra Moon Boots. Natürlich kommt es auf den Ort an, zu dem ihr reist. Ich war in der Mitte Finnlands. Wenn ihr aber ein halbes Jahr im tiefsten Lappland lebt, können diese Schuhe wahrscheinlich Leben retten!

Die Antarktis ist weit weg

Nach diesen 5 Tipps solltet ihr bestens gewappnet sein für euer Abenteuer in Finnland. Wenn es euch bei einigen Dingen genauso ging wie mir, schreibt uns gern eine E-Mail oder eine Nachricht auf Social Media, ich bin gespannt eure Erfahrungen zu hören! Auf JoinMyTrip findet ihr coole Reisen, die bereits von erfahrenen TripLeadern geplant wurden und denen ihr euch anschließen könnt. Wenn ihr selbst schon eine einzigartige Idee habt, dann könnt ihr natürlich auch eure ganz eigene Reise gestalten. Wir freuen uns über beide Varianten!

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