Malediven: die letzten Tage des Inselparadieses

Der Inselstaat der Malediven mitten im Indischen Ozean nahe der Südspitze Indiens gilt vielen Reisenden als Inbegriff für enlose Traumstrände mit Kokopalmen, exklusive Beach-Ressorts und einem Teppich von Inselarchipelen im türkisgrünen Meer. Doch in Zukünft könnten die Malediven wegen einer ganz anderen Sache in die Geschichtsbücher eingehen.

Die Malediven bestehen aus 1200 Inseln, 200 davon sind bewohnt, mit einer maximalen Höhe über dem Meerespiegel von gerade einmal 2 Metern. Dadurch sind die Malediven vom Klimawandel bedroht wie kein anderes Land. Im letzten Jahrhundert ist der Meeresspiegel in dieser Region bereits um 20 cm gestiegen und die UN schätzt, dass er bis 2100 noch einmal 58 cm steigen wird. Die Folgen des Tsunamis im Jahre 2004 waren verhehrend.

Durch den Klimawandel könnten die Malediven zu der ersten Nation werden, die ihr Land verliert. Mohammed Nasheed, der erste demokratisch gewählte Präsident der Malediven, hat deswegen einen Plan ins Leben gerufen, um langfristig seine Landsleute umzusiedeln – möglicherweise nach Australien oder Indien.

Das Geld dafür soll aus einem Fonds kommen, der mit einem Teil der Tourismuseinnahmen des Landes gefüllt werden soll. Weiter Informationen dazu im Guardian (Englisch): http://www.guardian.co.uk/environment/2008/nov/11/climatechange-endangered-habitats-maldives